Constantins Diving Blog

Bodensee, Bau Graf
Tuesday, 15. May 2012, 09:00
Abgelegt unter: Tauchen | Tags: , , , , , ,

Nach langer Zeit habe ich es endlich einmal geschafft, einen weiteren taucherischen Höhepunkt im südlichen Deutschland zu betauchen - den Bodensee. Ich hatte mich am Tauchplatz “Bau Graf” mit einem lokalen Buddy verabredet. Der Tauchplatz ist ohne Ortskenntnis schwer zu finden, etwas hilfreich könnte hierbei die Adresse “Bahnhofstraße 52, 88662 Überlingen” sein, alternativ helfen die Koordinaten 47.770044, 9.139464.

Seit der ehemalige Bau Graf insolvent ist, kann man inzwischen gut in der Einfahrt parken und hat von dort lediglich wenige Meter Straße zu überwinden, bis man an der Einstiegsstelle steht. Leider ist die Straße an dieser Stelle wegen einer Kurve etwas unübersichtlich, weshalb Vorsicht geboten ist. Ein weiterer, kleiner Schwachpunkt des Tauchplatzes ist die fehlende Infrastruktur, also Räume zum Umziehen oder eine Toilette. Wie in Baden-Württemberg üblich ist auch der Bodensee frei betauchbar und wird nicht mit Reglements überschüttet. Der Einstieg ist extra mit einer fest montierten, stabilen Eisenleiter versehen, um Tauchern den Zugang zum See relativ gefahrlos zu ermöglichen. Am Eingang der Leiter findet sich zudem ein Hinweisschild mit einer Positionsbeschreibung und der Notfallnummer. In Überlingen selbst befindet sich außerdem eine Druckkammer. Ebenfalls sehr angenehm ist die Nähe zur Füllstation. Am See findet sich ein Container der ebenfalls gut erreichbaren Tauchbasis “Tauchtechnik Schmitt“. Der Angestellte, der mich vor Ort bediente war freundlich und half mir auch beim Finden des Tauchplatzes . Die Preise sind moderat, können allerdings mit den Preisen in der münchner Umgebung nicht ganz mithalten.

Die Leiter am Einstieg ist, verglichen mit den meisten Einstiegen an deutschen Seen, ein Höchstmaß an Komfort. Dennoch lernt man hier (und auch am Fuße der Leiter) Rockboots und gut sitzende Füßlinge zu schätzen und beginnt ein wenig über schwere Doppelflaschen und Ausrüstung zu fluchen. Besonders nach dem Tauchgang ist es sicherlich alles andere als gesund, diese Leiter voll bepackt wieder hoch zu steigen. Bei Eis wird die Leiter sicherlich ebenfalls zu einem Risiko, welches man bedenken sollte. Am Kopf der Leiter findet sich eine Kette, an der man sehen kann, ob sich bereits Taucher im Wasser befinden. Die Kette sollte man nach Ende des Tauchgangs möglichst schließen wenn man keinen weiteren Taucher im Wasser vermutet.

Hat man den Weg die Leiter hinunter unbeschadet überstanden kann man sich auf einem Plateau in ca. 1m Wassertiefe bequem aufrödeln und dann bis zur Kante vorlaufen. Von dort geht es bis zu einem Sockel ca. 32m an einer schönen Steilwand hinab. Fische finden sich nur sehr wenige in den Spalten. Ich konnte lediglich ein paar einsame Barsche entdecken und mir wurde zugetragen, daß dieser Spot nicht als fischreich gilt. Dafür haben einige Taucher für kleinere Überraschungen gesorgt. Neben einigen (Gedenk-)Tafeln finden sich auch kleinere Objekte wie zum Beispiel eine Nähmaschine am Fuße der Wand. Wenn man den Sockel überwindet fällt die Wand angeblich weiter auf ca. 90m ab (was ich jedoch nicht live bestätigen kann :-) ).

Für mich sit der Tauchplatz zwar eine eigene, lange Reise nicht wert, bietet jedoch eine schöne Gelegenheit zum entspannten Abtauchen wenn man Steilwände mag und sowieso in der Gegend ist. Die guten Parkmöglichkeiten, der gute Zugang zum See und der Sockel auf 30m machen den Tauchplatz auch für weniger erfahrene Taucher gut betauchbar und bieten die Gelegenheit Steilwände in geringen Tiefen zu betauchen.

 




Fit fürs Tauchen nach der Pause
Saturday, 12. May 2012, 09:00
Abgelegt unter: Gedanken | Tags: , , , , ,

Viele kennen das Problem, wenn man sich, bedingt durch verschiedenste Gründe, nach einer längeren Tauchpause wieder an die Tiefe und das Tauchen herantasten muss – sei es nun der klassische Sommertaucher, der im Winter im Trockenen bleibt, die Vielzahl der Urlaubstaucher oder die traurige Zahl derer, die aus beruflichen Gründen nie am Ort ihres Tauchequipments sind. Letztere Problematik hat sich bei mir in den vergangenen Monaten auch gefestigt, sodaß ich nun nach einer längeren Tauchpause mal wieder in die Fluten steigen wollte. Also habe ich kurzerhand meine Tauchsachen in das Auto gepackt und mit an den Zielort des Wochenendes, den Bodensee, verlagert. Über die Buddybörse des Taucher.net war schnell Rolf als Tauchpartner gefunden, der mir eine kleine Steilwand näher bringen wollte. Doch dazu in einem anderen Post.

Nach der Pause war mir etwas mulmig zumute, ungebremst in die Tiefen abzusteigen und so war ich beruhigt als Rolf 30m als max. Tiefe wählte und einem konservativen Profil zustimmte. Eine absolute Wohlfühltiefe bei einer interessanten Steilwand mit Sockel auf 30m vermittelte mir die Sicherheit, die für einen Wiedereinstiegs-TG unabdingbar ist. Als Mann ist man in aller Regel (weshalb auch immer) recht ungelenkig und die Ventile zu bedienen wird oft bereits deshalb eine Herausforderung. Dazu kommt, daß auch das Tragen der gesamten Ausrüstung eine gewisse, körperliche Anstrengung mit sich bringt. Daher ist es grundsätzlich empfehlenswert sich auch in Tauchpausen sportlich zu betätigtn und dabei auch die ein oder andere Dehnübung mit einfließen zu lassen. Nach Möglichkeit sind selbstverständlich Schwimmbadtauchgänge ein Optimum (wobei man dann auch schon wieder in einen richtigen See steigen kann).

Direkt vor dem Tauchgang gilt es, die erlernten Drills und Handgriffe wieder abzurufen. Mir hat hierbei die gelernte Routine von ISE geholfen, bei der noch am Einstieg stehend alle Ventile, Ein- und Auslässe, Lampen,… geprüft werden. Durch das bewußte und detailierte Durchgehen der Ausrüstung konnte ich für mich feststellen, daß die Routine wiederkehrte und mir von Beginn an des Tauchgangs ein beruhigtes und sicheres Gefühl gab. Ein ruhiger Atmen garantierte mie einen schönen und entspannten Tauchgang.

Die körperliche und mentale Vorbereitung eines TGs ist sicherlich allgemein wichtig und zu empfehlen. Besonders nach einer längeren Pause ist es daher empfehlenswert diese Vorbereitung im Detail bei einem flachen TG zu durchlaufen, statt sich ungebremst mit “Quick-check” in die Tiefe zu stürzen. Ich kann hierbei die bei den technischen Verbänden gelehrten “Pre-Dive Sequenzen” empfehlen. Und wenn man dann noch immer wieder mal während der Tauchpausen etwas Sport treibt und vor dem Tauchgang die Ausrüstung sorgfältig überprüft (Lampenakkus zum Beispiel -.-), dann steht dem Vergnügen auch längeren Pausen nichts im Wege :-)




Eistauchen
Wednesday, 8. February 2012, 09:00
Abgelegt unter: Ausbildung | Tags: , , , , , , , , , ,

Die Temperaturen in unseren Breitengraden erreichen momentan arktische Tiefen. Kein Mensch hält sich länger freiwillig im Freien auf und auch sonst kenne ich nur wenige Leute, die dem aktuellen Wetter viel Positives abgewinnen können. Aus meiner Sicht ein großer Fehler, bietet doch dieses Wetter mit seiner anhaltenden Kälte, dem häufigen Sonnenschein und vielen zugefrorenen Seen die Möglichkeit zum Eistauchen.

Die aufsteigenden Luftblasen winden sich wie Quecksilber an der Eisoberfläche entlang während unter dem Eis die Sicht meist phänomenal gut ist. Doch Eistauchen birgt auch viele Risiken und benötigt daher spezielles Equipment und spezielle Verhaltensweisen vor, nach und während des Tauchgangs.

Ein offensichtliches Risiko ist das Auskühlen im Wasser. Zwar hat das Wasser zumeist wärmere Temperaturen als die Luft und ab einer gewissen Tiefe werden auch im tiefsten Winter die spezifischen 4°C erreicht, jedoch grade in Nähe der Wasseroberfläche ist das Eistauchen etwas Besonderes und dort herrschen tiefere Temperaturen. Im salzigen Meerwasser können auch hier Temperaturen unter 0°C auftreten. Eine Konsequenz ist die Notwendigkeit die Tauchzeit stark zu verkürzen. Als Daumenregel gilt eine absolute Maximalzeit von 30min pro Tauchgang, wobei eine etwas kürzere Zeit empfehlenswert ist. Neben angepasster “Tauchkleidung”, will heißen einem Trockentauchanzug und Trockentauchhandschuhen, sind auch Dinge wie Wärmecreme, Wärmepflaster, oder Eismasken hilfreiche Extras, um den Tauchgang angenehmer zu gestalten. Bei entsprechendem Kleingeld in der Kasse sind natürlich Heizwesten und Argonsets eine noch komfortablere Lösung. Jedoch sollte man an dieser Stelle auch nie vergessen, wie viel Wärme über den Kopf verloren geht – eine dicke Kopfhaube ist daher Pflicht. Und häufig unbeachtet bleibt auch das Auskühlen über die Atmung. Die geatmete Luft ist in aller Regel bereits durch die Entspannung des Drucks abgekühlt und wird durch die äußeren Einflüsse zusätzlich zum Kälteträger. Da die Luftröhre selber keine entsprechenden Nervenzellen besitzt fühlt man ein Auskühlen über diesen Weg am wenigsten, sollte ihn aber zumindest im Hinterkopf behalten.

Selbstverständlich sind natürlich auch kaltwassertaugliche Regler und zwei erste Stufen, da die Kälte sowohl innere (bei suboptimaler Luft) als besonders auch äußere Vereisungen fördert. Optimalerweise werden auch hier wieder Abgänge genutzt, bei denen die Ventile selbstständig bedienbar sind, da es sich um ein sogenanntes ”overhead environment” handelt, also ein Gebiet in dem sofortiges Auftauchen in aller Regel nicht möglich ist – die Oberfläche ist durch das Eis versperrt. Aus diesem Grund sollte man auch kein Klaustrophobiker sein oder leicht in Panik geraten. Der Weg zurück zum Einstiegsloch wird immer auch der einzige Weg an die rettende Oberfläche bleiben. Nicht zuletzt daher ist Solokompetenz in diesem Bereich aus meiner persönlichen Sicht unumgänglich, auch wenn Eistauchen mit Sicherheit mit Höhlentauchen zusammen die letzte Sache ist, die man alleine versuchen sollte.

Hat man Klaustrophobie weitestgehend ausgeschlossen und ist im Besitz einer soweit eistauchtauglichen Ausrüstung sollte man sich noch Gedanken über den Zugang zum Eis, zur Rettungskette, zur Buddyleine, Seil (oder ggf. Reel), Mittaucher, heißen Tee und eine warme Umziehmöglichkeit und Absperrmöglichkeiten machen.

Zuerst gilt es nämlich sicher zu gehen, daß das Eis auch dick genug ist. Ab 18cm wird von einer weitestgehend ungefährlichen Begehung des Eises ausgegangen (ab 20cm von einer absoluten Sicherheit). Dabei muß bedacht werden, daß Eistauchen immer wieder viele Neugierige anzieht und recht bald meistens mehr Personen als die direkt Beteiligten auf dem Eis stehen werden. Danach muß ein Loch in das Eis geschnitten werden (wozu sich eine Kettensäge bewährt hat). Optimal ist hierbei ein Dreieck, was den Ein- und Ausstieg aus dem Wasser erleichtert, stabil ist und sich recht einfach sägen lässt. Die ausgeschnittene Scholle wird danach unter das Eis geschoben, sodass sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder in das Loch geschoben werden kann und nach dem Anfrieren die Stelle wieder verschließt. Häufig (und natürlich auch von der Tiefe der Einstiegsstelle abhängig) ist eine Leiter für den Ein- und besonders für den Ausstieg hilfreich, die ins Wasser gestellt wird. An dieser Leiter lässt sich auch ein Reel oder das Seil befestigen, welches einem in jeder Situation den Weg zurück zeigt und den Kontakt zur Oberfläche aufrecht erhält. Häufig wird auch gelehrt, von der Einstiegsstelle gesehen kreuzförmig die Oberfläche zu fegen, um dem Taucher im Falle des Abriss seiner Verbindung einen Orientierungspunkt zu bieten um wieder das Loch zu finden). Diese vorbereitenden Arbeiten sollten optimalerweise in warmer, aber Feuchtigkeit ableitender Kleidung durchgeführt werden, um späteres Frieren zu vermeiden. Auch das Auf- und Abrödeln sollte nach Möglichkeit in dieser warmen Umgebung geschehen, da Karabiner und Anschlußnippel (vom Trocki oder Inflator z.B.) in der Kälte gerne festfrieren. In der warmen Umgebung lässt sich auch der Ablauf besser organisieren. Auf Grund der Gefahr des Festfrierens und Vereisens ist es auch wichtig, die Automaten erst im Wasser anzuatmen und nicht bereits auf dem Weg ins Wasser. Ein Vereiser und Abblasen wären sonst vorprogrammiert.

Es sollten optimalerweise neben den Tauchern stets ein Leinenführer und mindestens ein Sicherheitstaucherpärchen anwesend sein.  Eine Alternative bei solotauchfähigen Tauchern ist die klassische 3er-Formation, die, falls man mit einem Reel statt dem Sicherheitsseil taucht, sogar die bessere Wahl sind. Letzteres ist jedoch nur für Taucher zu empfehlen, die eine Höhlenausbildung o.ä. genossen haben zu empfehlen! Für alle anderen gilt es, sich über ein Seil mit der Oberfläche zu verbinden, welches auch zur Kommunikation genutzt wird. Sowohl das Reel, als auch die Leine werden zur Sicherheit irgendwo fest verankert (z.B. an einer Eisschraube). Das Seil wird dann durch den Leinenführer straff gehalten (jedoch nicht mit zu viel Zug, weil sonst das Tauchen stark erschwert wird, was den Spaß sehr mindert). Es ist für den Leinenführer empfehlenswert sich wasserfeste und warme Handschuhe zu besorgen, da das Wasser bei den aktuellen Temperaturen nicht nur sofort gefriert, sondern auch weil das kalte Wasser an den Fingern zu schmerzen beginnt. Außerdem sollte man die Fußkälte nicht unterschätzen. Ich würde mir daher immer eine(rutschfeste!) Unterlage besorgen, auf die man sich drauf stellt um die Kälte etwas von den Füßen fern zu halten. Auch etwas Warmes zu trinken schadet hier nicht.

Vor dem Tauchgang müssen mit dem Leinenführer klare Zeichen ausgemacht werden für O.K. und für den Notfall. Da die beiden Eistaucher mit einer Buddyleine verbunden sind kann im Notfall durch den Leinenführer das Pärchen am Seil aus dem Wasser gezogen werden. Während des Tauchens sollte der Leinenführer bei fehlendem Zug auf der Leine in regelmäßigen Abständen durch das OK-Zeichen abfragen, ob bei beiden Tauchern auch alles in Ordnung ist und ob nicht beide nur bewußtlos an der Nabelschnur hängen.

Erstmal im Wasser führen die bizarre Stille, das Lichtspiel und Ruhe zum vollkommenen Vergessen der Umgebung und sind einfach nur bewundernswert. Auch die in der Winterstarre verharrenden Fische sind immer wieder sehenswert. Man sollte sich diesen Fischen jedoch nicht zu sehr nähern und sie nicht direkt anleuchten. Die Folge wäre eine Aktivierung des Fluchtreflexes, wodurch der Fisch aus der Winterstarre erwacht und wertvolle Energie verschwendet. Sein Tod wäre die wahrscheinliche Folge.

Eine weitere Sache, die bereits angedeutet wurde ich die fehlende Aufstiegsmöglichkeit unter Eis. Auch wenn manche Helden immer wieder berichten, daß sie mit dem Messer oder mit Tritten das Eis durchbrochen hätten, gehört das ins Reich der Mythen. Ab 2-3cm Dicke hat maximal Chuck Norris eine Chance das Eis irgendwie zu durchbrechen, da dem Taucher ein Hebelpunkt fehlt um Kraft auszuüben. Also keine Chance – der Einstieg ist auch der Ausstieg.

Nachdem Tauchgang gilt es sich möglichst zügig umzuziehen, die Ausrüstung im Warmen zu verstauen (um An- und Einfrieren zu verhindern) und etwas Warmes zu trinken. Ebenfalls elementar ist übrigens eine Mütze und dicke Socken (egal wie uncool das aussehen mag). Meistens kommt nach dem ersten Team das Sicherungsteam ins Wasser und die Aufgaben werden getauscht. Danach gilt es den Tauchplatz zu sichern. Dazu wird die ausgeschnittene Eisscholle wieder in ihre ursprüngliche Position gebracht und abgesperrt bzw. markiert. Nach 1-2 Tagen wird die Stelle bereits wieder angefroren sein, jedoch ist bis dahin dafür zu sorgen, daß keine Personen ungewollt Eisbaden gehen.

Ein paar Tipps und Hinweise noch am Rande (teilweise Wiederholungen):

  • Es ist für den Leinenführer eine gute Idee sich wasserfeste und warme Handschuhe und eine rutschfeste Standunterlage zu besorgen
  • Ein warmer Unterstand bzw. Wagen zum Umziehen und Auf-/Abrödeln ist eine gute Idee
  • Das Aufrödeln und Zerlegen des Rigs am eisigen Tauchplatz ist keine tolle Idee. Besser das fertige Rig mitbringen und wieder mitnehmen
  • Warmes Wasser in einem Thermobehälter ist zum Auftauen evtl. eingeforener Ausrüstung sehr hilfreich. Auch wenn manch Mutige im HT Anzug ihre 10-minutes-of-fame verbringen wollen ist es sinnvoll vor dem TG diesen mit lauwarmem Wasser zu füllen
  • Es ist beim Eistauchen essenziell sich über die Rettungskette Gedanken zu machen und auch Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Unterkühlung zu kennen. Hypothermie ist gefährlich, da schlagartiges Aufwärmen bei Verunfallten zum direkten Tod führt. Einige Tipps und Erklärungen finden sich hier und hier.

 




Lampentankbefestigung für den Bauchgurt
Wednesday, 25. January 2012, 09:00
Abgelegt unter: Tauchequipment | Tags: , , , ,

Wenn man eine Lampe kauft wird häufig keine Befestigung für den Bauchgurt beigelegt, oder maximal ein Sack, in den der Tank geschoben wird. Der Sack von Tilly Tec ist, im Gegensatz zu den Lampen, von minderer Qualität und löst sich schon nach wenigen Tauchgängen auf. Eine günstige Lösung ist der Selbstbau, der sich auch mit zwei linken Händen bewerkstelligen lässt. Benötigt werden:

  • Zwei Schlauchschellen mit dem Tank angemessenem Durchmesser aus V4A Stahl
  • Schrumpfschlauch oder Rennrad-Fahrradschlauch (ca. 10 cm)
  • Steifes Gurtband (ca. 15-20 cm)
  • Kunststoffkleber
  • Schraubendreher
  • Seitenschneider
  • Nähzeug
  • Feuerzeug

Die seewasserbeständigen Schlauchschellen finden sich zu bezahlbaren Preisen in den Nautikabteilungen von Bauhaus. Dort bekommt man auch den Schrumpfschlauch. Günstiger sind die Rennradschläuche, die man häufig als Abfall beim Fahrradladen bekommen kann. Das Gurtband bekommt man ebenfalls in den meisten Baumärkten oder im Tauchshop.

 Als erstes wird aus dem Gurtband eine Schlaufe gelegt, die möglichst passgenau um den Bauchgurt am Wing läuft. Zu eng sollte die Schlaufe jedoch nicht sein, da der Tank ja immer noch jedes Mal vor dem Tauchen auf den Gurt geschoben werden muss. Danach werden die sich überlappenden Schlaufenenden mit Kunststoffkleber eingeschmiert (das Gurtband ist eigentlich immer aus Kunstfasern) und mit viel Druck belastet (Kontaktkleber!). Direkt danach gilt es die Enden zu vernähen um ein Lösen zu verhindern (Nähmaschine ist natürlich von Vorteil, jedoch kann nicht jede Maschine durch den dicken Stoff kommen). Je schneller man ist, desto besser, denn beim folgenden Verschrauben der Schellen wird dann erneut Druck auf die Klebflächen ausgeübt.

Im nächsten Schritt werden die Schellen komplett geöffnet und der Schrumpfschlauch (oder Fahrradschlauch) und das Gurtband  auf beide Schellen aufgefädelt. Dann werden die Schellen wieder eingerastet und ein wenig angezogen um danach die Schellen mit der Gurtschlaufe auf den Tank zu ziehen. Hierbei ist darauf zu achten, daß die Seite mit dem Schraubverschluß zum Taucher weg zeigt, sich also auf der der Gurtschlaufe abgewandten Seite befindet. Außerdem sollte man darauf achten, daß der Schalter am Tank sich auf der richtigen Seite befindet.

Danach wird der Schrumpfschlauch über die Schraubschelle gezogen (etwas mehr in Richtung der Schraube, da dort später der überstehende Schelle verdeckt werden muss) und die obere Schelle wird fest angezogen. Wenn die Schelle zu weit übersteht hilft es sie mit dem Seitenschneider zu kürzen und die scharfen Kanten abzufeilen. Danach wird der Schrumpfschlauch zusammengeschmort. Wenn die Kante jedoch trotz abfeilen zu scharf wird hilft es, ein Stück Gurtband über die scharfe Kante zu legen, die dann mit dem Schrumpfschlauch angedrückt wird.

Zuletzt wird die untere Schelle gespannt und dann genauso verfahren wie mit der oberen Schelle. Fertig ist die Befestigung für den Lampentank.




VDST Tauchseenportal
Tuesday, 24. January 2012, 09:00
Abgelegt unter: Gedanken | Tags: , ,

Pünktlich zur Boot in Düsseldorf veröffentlicht der VDST sein neu aufgesetztes Tauchseenportal im frischen Kleid. Das Portal bietet Informationen rund ums Tauchen und vor Allem zu Tauchgewässern für Jedermann. Folgende Informationen sind auf der Seite zu finden:

  • Informationen zur Erreichbarkeit (GIS, Anfahrt)
  • Informationen zur Infrastruktur vor Ort am Gewässer wie Parkplatzsituation, Sanitäre Anlagen, Zugangsmöglichkeiten
  • Informationen über die sportartspezifischen Regelungen (Polizei- und Gemeindeverordnungen, freiwillige vertragliche Vereinbarungen, Zugangsbeschränkungen – zum Beispiel zeitlich und räumlich)
  • Informationen über den ökologischen Zustand, die ökologischen Besonderheiten und die sich daraus ergebenden besonderen Bedürfnisse eines Gewässers
  • Interaktives Rückmeldesystem zur Beobachtung des Gewässerzustands
  • Handlungsbezogene und ortsspezifische Umweltinformationen als Anleitung zum praktischen Umweltschutz

 




Pee Valve Quick Link
Thursday, 5. January 2012, 09:00
Abgelegt unter: Tauchequipment | Tags: , ,

Welcher verstöpelte Trockentaucher kennt nicht den tollen Moment, wo es darum geht das Gummi an den Schlauch zu stöpseln. Mit verkrampftem Gesicht neben dem Tauchplatz stehend will das doofe Gummi dann nicht auf den viel zu großen Anschluß rutschen und für den Außenstehenden entsteht eine ungewollte Komik wie die Taucher nebeneinander mit den Händen in der Hose herumspielen.

Auch wenn mich zugegebenermaßen wenige Dinge erröten lassen und mir die Freiheit meiner Blase einige dumme Kommentare wert ist hat mich bei meinem Heser Ventil von Anfang an gestört, daß der Anschlußnippel am Schlauch recht schwierig zu befestigen ist und am Tauchplatz zu viel Zeit dabei vergeht dieses Problem zu lösen. Daher habe ich mich etwas umgesehen und bin bei dem Damenzubehör bei Deepstop fündig geworden. Dort wird ein Quick Link Adapter für das She-Pee verkauft, der es erlaubt bereits zu Hause das Gummi an den Anschlußnippel zu pfriemeln und dann am Tauchplatz nur noch ruck-zuck mit einem Klick die beiden Schlauchteile zu verbinden. Als Extrateil gibt es zudem eine Verschlußkappe, um das spätere Tropfen zu verhindern. Insgesamt ist der Adapter wesentlich größer als ich ihn erwartet habe, wirkt jedoch solide verarbeitet und hat keine scharfen Kanten. Mit 30,-€ sind die Teile vergleichsweise teuer.

Inzwischen ist der Quick Adapter montiert und wartet auf seine erste Erprobung.




Showa 495
Wednesday, 4. January 2012, 09:00
Abgelegt unter: Tauchequipment | Tags: , , , , ,

Die Frage, welche Handschuhe wirklich die richtigen sind ist besonders unter Tauchern, die nach DIR tauchen häufig zu belauschen. Während aus den USA lediglich nasse Handschuhe promoted werden wird in kalten europäischen Gewässern zumeist zum Trockenhandschuh gegriffen. Diese Diskussion wurde auch auf meinem Blog schon öfter angeschnitten. Ich habe inzwischen 3 Paar Naßhandschuhe und 3 verschiedene Trockenhandschuhe getestet und bin immer noch nicht sicher das für mich geeignete System gefunden zu haben. Vergangene Woche habe ich nun endlich die Showa 495 montiert und getestet. Allerdings habe ich statt der gelben Standard-Innenhandschuhe meine Thinsulate-gefütterten, wollenen Aldihandschuhe genutzt und darunter noch die Odlo Unterzieherhandschuhe. Die Handschuhe habe ich auf meinem Dryglove Ringsystem von Kallweit montiert. Leider leckte der rechte Handschuh zu Beginn aus einem mir noch nicht ganz klaren Grund und war komplett vollgesogen. Nachdem ich den Ring jedoch neu geschlossen hatte konnte ich kein zusätzlich eindringendes Wasser feststellen. Der linke Handschuh erfüllte jedoch anstandslos seinen Dienst und war auch nach einer Stunde in durchgehend 6°C warmem Wasser noch mobil und gut nutzbar. Ich habe mich bei den Handschuhen für die Größe M entschieden. Mit den Unterziehhandschuhen wäre eine kleinere Größe für mich keine Option und beim Stagehandling wäre ich mit den dicken Trockenhandschuhen sicherlich auch schlecht beraten. Als nächstes plane ich daher die Scubapro Everflex mit Neoprenmanschette testen. Momentan schrecken mich jedoch 80€ für ein wenig Neopren etwas ab.

Für testenswert halte ich nebenher auch den neuen, beheizbaren Santi BZ400 Unterzieher. Ich konnte mich bei deepstop an ein Vorführmodell einmal etwas herantasten und empfinde die Verarbeitung und den Unterzieher an sich als hervorragend. Mit 120W ist das gute Stück jedoch ein Stromfresser, der seinesgleichen sucht (zum Vergleich: die BtS Heizweste kommt mit 25 W daher) und mit über 500€ auch kein Schnäppchen.




Tauchperle umgezogen
Thursday, 15. December 2011, 09:00
Abgelegt unter: Gedanken | Tags: , ,

Ich hatte in der Vergangenheit von dem anstehenden Umzug der Tauchperle in Percha berichtet. Inzwischen hat die Tauchperle ein neues Zuhause gefunden. Ab dem 01.01.2012 wird sie in Starnberg in der Münchner Straße 9 am Nebeneingang von “Outdoor & More” zu zu finden sein. Gerüchten zufolge wird die Außenfüllanlage auch dort mittelfristig wieder zu finden sein.




Sauerstoffanalysegerät
Wednesday, 16. November 2011, 09:00
Abgelegt unter: Tauchequipment | Tags: , , , , , , ,

Nach einem Monat Funkstille wird es Zeit wieder einmal etwas bereichendes beizutragen. Die Zwischenzeit war leider recht taucharm geprägt, jedoch hat ein weiteres Ausrüstungsteil den Weg zu mir gefunden, was eigentlich schon seit Langem überfällig ist: Ein Analysegerät für Sauerstoff. Eigentlich gehört dieses Teil in jeden Tauchschrank spätestens wenn man beginnt etwas erhöhte Sauerstoffwerte in seiner Buddel zu schnüffeln, denn auch wenn der Kamerad in der Tauchbutze einen hochprofessionellen Eindruck macht und einem während des Füllens von seinen Exkursionen durch die Maschinenräume der “Franken” vor Danzig erzählt ist er vor Leichtsinnsfehlern nicht gefeit. Und da Nitrox bekanntlich wenig mit technischem Tauchen zu tun hat, sondern wirklich auch (oder grade) jeden Urlaubstaucher betrifft sollte an dieser Stelle nicht gespart werden. Die Auswirkungen eines Sauerstoffkrampfes sind weitreichend bekannt und so gehört es zur gewissenhaften Vorbereitung am Tauchplatz noch einmal den Sauerstoffgehalt des Gemischs zu prüfen.

Die Funktionsweise naherzu aller Analysegeräte ist ähnlich bis identisch. Sauerstoffmoleküle diffundieren durch eine dünne Membran und werden an einer Goldkathode reduziert. Die dafür benötigten Elektronen werden durch Oxidation von Blei zur Verfügung gestellt. Je größer der O2-Partialdruck im Atemgas ist, desto mehr Elektronen diffundieren durch die Membran und werden am Goldblech reduziert. Der vom Sensor gelieferte Strom wird größer. Der Sensorstrom wird mit einem Widerstand in eine Spannung gewandelt und von einer Elektronik gemessen. Je mehr Sauerstoff fließt, desto größer die Oxidation. Da im Inneren der Analysezelle das Material irgendwann vollständig oxidiert ist und allerspätestens zu diesem Zeitpunkt keine messbare Änderung mehr eintritt haben diese Zellen ein klares Verfallsdatum und müssen regelmäßig gewechselt werden. Da sich die Zelle nie absolut luftdicht abschließen lässt verfallen auch ungenutzte Zellen mit der Zeit. Daher ist es nicht ratsam diese Analysezellen auf Vorrat zu kaufen und zu lagern.

Ein wesentlicher Unterschied der Analysegerät ist die Wechselbarkeit der Sensoren. Einige Analysegeräte sind als Wegwerfgeräte konstruiert. Mit ca 70 EUR kosten sie pro Einkauf ca. 10-20 EUR mehr als ein einzelner Sensor, jedoch ca. 60 EUR weniger als ein Analysegerät mit wechselbaren Sensoren. Nach ca. 6 Lebenszyklen hat man diese Differenz folglich raus geholt. Die Länge eines Lebenszyklusses hängt maßgeblich von der Lagerung und der Nutzungsintensität ab, sodaß keine verbindliche Dauer genannt werden kann. Sumatec beziffert jedoch die Lebensdauer eines ungenutzten Sensors mit ca. 2 Jahren.

Entgegen meiner Aussage wenige Zeilen zuvor kann man natürlich auch ein paar EUR sparen, selbst wenn man auf Sicherheit nicht verzichten möchte. Ich habe dazu den Markt nach Modellen durchsucht, die günstige und verfügbare Sensoren zum selber Wechseln haben und mich dann auf die Suche nach gebrauchten Modellen gemacht. In meine engere Wahl kamen das GOX 100 und das Sumatec Oxymeter. Das GOX 100 schlägt im Laden mit 125 EUR zu Buche (alternativ 135 EUR für das GOX 100 T, welches noch die jeweilige MOD für Matheschwache ausgibt). Die passende Zelle kostet einzeln je 65 EUR. Das Oxymeter kostet 150 EUR und die passende Zelle je 60 EUR.

Der Zufall lies mich auf ein gebrauchtes, aber funktionsfähiges Oxymeter stoßen, was ich für knapp über 25 EUR (inkl. Koffer, der jeweils bei den Neu-Preisen nicht enthalten ist und ca. 15 EUR kostet) erstand. Selbst mit  neuer Zelle ein Schnäppchen (Beim Gebrauchtkauf immer bedenken, daß eine neue Sensorzelle höchstwahrscheinlich noch dazugekauft werden muß. Häufig sehe ich Personen bei ebay nahezu Neupreise für gebrauchte Analyzer zahlen, die mit neuem Sensor teurer als Neuware sind).

Mit meinem Kauf bin ich aktuell sehr zufrieden. Eine Bedienungsanleitung gibt es bei Sumatec als Download und die Bedienung ist intuitiv. Genauere Erkenntnisse dazu werde ich aber erst nach einiger Zeit anbieten können.




News: Tauchperle in Starnberg zieht um
Sunday, 23. October 2011, 09:00
Abgelegt unter: Gedanken | Tags: , , ,

Bei der Tauchperle in Percha/Starnberg wurde Eigenbedarf an den Shopräumen eingereicht. Der Shop wird noch bis 31.10.2011 geöffnet sein und die Füllanlage bis 31.11.2011. Bis zum 31.10. gibt es geänderte Öffnungszeiten.

Eine neue Adresse steht noch nicht fest, ist aber in Planung.



ältere Einträge »