Constantins Diving Blog

Lampentankbefestigung für den Bauchgurt
Wednesday, 25. January 2012, 09:00
Abgelegt unter: Tauchequipment | Tags: , , , ,

Wenn man eine Lampe kauft wird häufig keine Befestigung für den Bauchgurt beigelegt, oder maximal ein Sack, in den der Tank geschoben wird. Der Sack von Tilly Tec ist, im Gegensatz zu den Lampen, von minderer Qualität und löst sich schon nach wenigen Tauchgängen auf. Eine günstige Lösung ist der Selbstbau, der sich auch mit zwei linken Händen bewerkstelligen lässt. Benötigt werden:

  • Zwei Schlauchschellen mit dem Tank angemessenem Durchmesser aus V4A Stahl
  • Schrumpfschlauch oder Rennrad-Fahrradschlauch (ca. 10 cm)
  • Steifes Gurtband (ca. 15-20 cm)
  • Kunststoffkleber
  • Schraubendreher
  • Seitenschneider
  • Nähzeug
  • Feuerzeug

Die seewasserbeständigen Schlauchschellen finden sich zu bezahlbaren Preisen in den Nautikabteilungen von Bauhaus. Dort bekommt man auch den Schrumpfschlauch. Günstiger sind die Rennradschläuche, die man häufig als Abfall beim Fahrradladen bekommen kann. Das Gurtband bekommt man ebenfalls in den meisten Baumärkten oder im Tauchshop.

 Als erstes wird aus dem Gurtband eine Schlaufe gelegt, die möglichst passgenau um den Bauchgurt am Wing läuft. Zu eng sollte die Schlaufe jedoch nicht sein, da der Tank ja immer noch jedes Mal vor dem Tauchen auf den Gurt geschoben werden muss. Danach werden die sich überlappenden Schlaufenenden mit Kunststoffkleber eingeschmiert (das Gurtband ist eigentlich immer aus Kunstfasern) und mit viel Druck belastet (Kontaktkleber!). Direkt danach gilt es die Enden zu vernähen um ein Lösen zu verhindern (Nähmaschine ist natürlich von Vorteil, jedoch kann nicht jede Maschine durch den dicken Stoff kommen). Je schneller man ist, desto besser, denn beim folgenden Verschrauben der Schellen wird dann erneut Druck auf die Klebflächen ausgeübt.

Im nächsten Schritt werden die Schellen komplett geöffnet und der Schrumpfschlauch (oder Fahrradschlauch) und das Gurtband  auf beide Schellen aufgefädelt. Dann werden die Schellen wieder eingerastet und ein wenig angezogen um danach die Schellen mit der Gurtschlaufe auf den Tank zu ziehen. Hierbei ist darauf zu achten, daß die Seite mit dem Schraubverschluß zum Taucher weg zeigt, sich also auf der der Gurtschlaufe abgewandten Seite befindet. Außerdem sollte man darauf achten, daß der Schalter am Tank sich auf der richtigen Seite befindet.

Danach wird der Schrumpfschlauch über die Schraubschelle gezogen (etwas mehr in Richtung der Schraube, da dort später der überstehende Schelle verdeckt werden muss) und die obere Schelle wird fest angezogen. Wenn die Schelle zu weit übersteht hilft es sie mit dem Seitenschneider zu kürzen und die scharfen Kanten abzufeilen. Danach wird der Schrumpfschlauch zusammengeschmort. Wenn die Kante jedoch trotz abfeilen zu scharf wird hilft es, ein Stück Gurtband über die scharfe Kante zu legen, die dann mit dem Schrumpfschlauch angedrückt wird.

Zuletzt wird die untere Schelle gespannt und dann genauso verfahren wie mit der oberen Schelle. Fertig ist die Befestigung für den Lampentank.




Apeks TX50 revisionieren
Friday, 16. September 2011, 09:00
Abgelegt unter: Tauchequipment | Tags: , , , , ,

Nach der Revision der ersten Stufe sollte die zweite nicht zurück stehen. Ich habe mich zum Anfang an eine TX50 heran gewagt. Insgesamt ist die 2. Stufe aus weniger Teilen als die erste und dennoch empfand ich die Revision und im Besonderen die Einstellung als etwas schwieriger. Gleichzeitig lässt sich über die Revision der zweiten Stufe jedoch weniger schreiben.

Als Tools werden lediglich zwei variable Schraubenschlüssel, ein mittelgroßer Schraubenzieher, der Ultraschallreiniger, ein Haken für O-Ringe und ein Rundholz mit 5mm benötigt.

Auch für die zweite Stufe finden sich die Revisionsanleitungen auf frogkick und bei sevke. Die Anleitung ist auch in diesem Fall sehr hilfreich. Ich würde mir jedoch das in der Anleitung vorgeschlagene Tool zur Einstellung und Entfernung des Sitzes sparen. Ein mittelgroßer Schraubenzieher tut den Job ganz genauso und ist allgemein verfügbar. Was mir bei der Betrachtung der Anleitung leider nicht klar geworden war, war, daß der Sitz in einem leicht vorstehenden Gewinde eingeschraubt ist. Man sollte also ein etwas dünneres Stäbchen nehmen um den Sitz aus dem Rohr zu schieben. Dazu habe ich schlußendlich ein Rundholz mit 5mm Durchmesser genutzt.

Beim Testen und Einstellen zum Ende der Revision sollte man einen anständigen Luftvorrat dabei haben, denn durch einen abblasenden Regler zieht in kurzer Zeit eine große Menge Luft durch. Insgesamt ist die Einstellung eine größere Fummelei als es das bei der 1. Stufe ist. Da die Einstellung ein klein bisschen vom Mitteldruck der 1. Stufe abhängt sollte man die Einstellung nach Möglichkeit bereits an der “richtigen” Stufe vornehmen. Geht auf Grund des eigentlich einheitlichen Mitteldrucks natürlich auch anders.

Für alle zu revisionierenden Teile sowohl bei der 1. als auch bei der 2. Stufe kann man auch einzelne Ersatzteile nachkaufen wenn doch einmal ein Teil dem Verschleiß oder der unvorsichtigen Handhabung zum Opfer gefallen ist. Das geht natürlich immer als Bestellung im Shop oder hier.




Apeks DST revisionieren
Thursday, 15. September 2011, 09:00
Abgelegt unter: Tauchequipment | Tags: , , , , , ,

Da ich mich für gebrauchte Regler entschieden hatte war es notwendig diese Regler auch revisionieren zu lassen. In der Umgebung ist die Revision mit ca. 100€ nicht ganz günstig und so kam mir die Idee, daß ich die Regler auch selber revisionieren könnte. Neben der Tatsache, daß die Kosten für die gesamte Revisionsausrüstung sich nach spätestens 3 Jahren eingespielt haben, daß ich in Zukunft eher mehr als weniger Regler zu revisionieren habe und das mich eine Revision seit Langem interessiert bietet mir eine eigene Revision auch das notwendige Vertrauen in meine Regler, da ich weiß, was ich richtig oder falsch gemacht habe. Zuletzt empfinde ich das Wissen, wie ein Regler genau funktioniet und was ich wo ändern kann als beruhigend.

Als erstes habe ich mich auf die Suche nach einem entsprechenden Kurs gemacht. Leider kann solch ein Kurs nur ein Shopinhaber besuchen oder es muß mich ein Shop zum Hersteller schicken. Das kostet dann ein kleines Vermögen. Ich habe mich also mit einigen Tauchern unterhalten, die ihre eigenen Regler revisionieren und lies mich davon überzeugen, daß das Ganze kein Hexenwerk ist. Videos konnte ich leider ebenfalls nicht auftreiben. Der letzte Weg war es, bekannte Schrauber zu fragen, ob sie es mir zeigen würden. Das Feedback war sehr enttäuschend, was auch mit dem Gerücht zu tun hat, daß wenn ich meine Regler kaputt revisioniere und mich damit umbringe der “Lehrer” eine Teilschuld trägt. Absoluter Bullshit, aber unter Tauchern sind grade Versicherungsmythen allgegenwärtig. Im Endeffekt habe ich aber einige Helfer aufgetrieben, die mir mit Tipps zur Seite standen.

Glücklicherweise gibt es von Apeks selber eine bebilderte und gut beschriebene Revisionsanleitung, die frei verfügbar ist. Diese Anleitungen gibt es zu allen Apeks Reglern, wobei erste und zweite Stufen getrennt beschrieben sind. Herunterladen kann man die Revisionsanleitungen bei frogkick. Explosionszeichnungen und Tipps als Einleitung finden sich hier. Man kann besonders bei ebay in diversen Shops massenhaft Revisionszubehör kaufen. Ob man das alles braucht bezweifel ich. Ich habe mich, wie immer, bei divesupport eingedeckt. Ich habe dort eine Einspannhilfe, zwei Hakenschlüssel (wurde mir empfohlen, allerdings habe ich nur einen benötigt), einen Mitteldruckprüfer, sauerstoffreines Schmiermittel und Diveclean gekauft. Bei Fixversand habe ich mir ein Ultraschallgerät gekauft, was die Anforderungen für Regler erfüllt. Leider sind die günstigeren Modelle für Brillen u.ä. zumeist nicht stark genug und auch nicht für die Belastung ausgelegt. Ein brauchbares Ultraschallgerät sollte mindestens 30 kHz Betriebsfrequenz und eine Heizung bis 80°C mitbringen. Zusätzlich zu den neu gekauften Teilen habe ich ein Inbusschlüsselset, ein Schraubenzieherset, einen Schraubstock, zwei variable Schraubenschlüssel und ein “Zahnarzthaken” zum Entfernen der O-Ringe genutzt.

Mit dem ganzen Zubehör habe ich mich dann an die Revision gewagt. Die erste Stufe ist relativ simpel aufgebaut. Wenn man der Anleitung folgt kann da kaum etwas schief gehen. Wichtig ist jedoch, daß man selbst die vergrutztesten Metallteile im Ultraschall lange genug “badet”, dass sie wieder glänzen. Gegebenenfalls die Teile auch mal wenden. Ich habe Diveclean im Verhältnis 1:10 genutzt und das Wasser auf 60°C erhitzt. Damit haben mancher Teile dennoch eine knappe Stunde benötigt. Insgesamt werden die Teile aber gut sauber. Da die Heizung schon etwas Zeit zum Heizen benötigt ist es hilfreich zu Anfang etwas heißes Wasser zuzuschütten. In das Ultraschall sollte man auf keinen Fall Membranen oder ähnliches tun. Allerdings kann es nicht schaden die Teile kurz in der Brühe zu baden um mögliche, fettige Verschmutzungen zu lösen. Nach dem Ultraschallbad sollten die Teile abgespült werden. Da normales Wasser Kalkflecken hinterlässt sollten die Teile in destilliertem Wasser gebadet werden. Manchmal ist es auch hilfreich noch ein wenig mit der Zahnbürste womöglich gelösten Dreck nachzuschrubben. Es ist hilfreich nach der ganzen Aktion die Teile erst abzutrocknen und dann noch 24h trocknen zu lassen um sicher zu gehen, daß sich keine Feuchtigkeit im Regler befindet.

Wenn man die O-Ringe ersetzt sollte man sich nicht wundern, wenn O-Ringe übrig bleiben. In den Kits sind noch Ringe für die Schläuche u.ä. drin, die man in der Regel nicht braucht. Natürlich kann man aber auch die Schläuche mit revisionieren :-) Da einige O-Ringe sich sehr ähnlich sind und auch theoretisch an mehreren Stellen passen ist es hilfreich die Ringe auf die Größenskizzen auf den Papprücken der Service-sets zu legen um sicher zu gehen.

Nach ca. 2 Stunden Netto-Arbeitszeit hatte ich meinen ersten Regler erfolgreich revisioniert und kann stolz behaupten, daß alle Werte stimmen, daß die Revision keine Kunst ist und ich einiges über meine Regler gelernt habe. Ich kann eigentlich nur jeden ermutigen das Ganze auch zu versuchen. Jedoch möchte ich auch jedem, der sich an die Regler heran wagt empfehlen sich kompetente Hilfe zu suchen und die Regler danach im flachen Wasser an einer Stage o.ä. zu testen, daß im Zweifelsfall immer eine sichere Luftversorgung zur Verfügung steht.




Rentnerleiter kürzen
Monday, 29. August 2011, 09:00
Abgelegt unter: Tauchequipment | Tags: , ,

Ich hatte immer wieder das Gefühl, daß die Leiter mit meinen doch bescheidenen 1,79m etwa 5cm zu hoch ist. Bei Matthäus hatte ich in der Vergangenheit bereits einmal eine um mindestens 20cm kürzere Leiter gesehen. Insgesamt war das Feedback als ich mich umhörte, daß etwas kürzer ganz gut sei. Ich entschied mich also für etwa 10cm weniger, was genau einer Stufe weniger entspricht. Vorweg genommen ist die Tiefe so in Ordnung. Wenn ich jeoch wieder eine Leiter im Sonderangebot sehe würde ich nochmal eine kaufen und versuchen statt einer ganzen Stufe nur die unteren 5cm zu kürzen. Nichtsdestotrotz hat der heutige Tauchgang gezeigt, daß die Höhe zumindest angenehmer ist als die bisherige. Welche Höhe für jemanden ideal ist kann ich allerdings nicht abschließend sagen, ich denke, da muß man etwas experimentieren. Was ich jedoch getan habe um die Leiter zu kürzen möchte ich hier kurz beschreiben.

Zuerst habe ich abgemessen, um welche Höhe ich die Leiter kürzen möchte und diese Höhe auf allen vier Beinen markiert. Das Abmessen stellt sich auf Grund der Schräge nicht ganz einfach dar. Der einfachste Weg, um hier eine waagerechte Linie zu bekommen, die an allen vier Beinen gleich hoch ist, ist ein Brett in der entsprechenden Höhe abzusägen und dann einfach am Boden anzulegen und am oberen Ende einen Strich zu ziehen. An der Stelle sollte man auch nicht vergessen für die Querstange an der Rückseite eine Markierung zu setzen, denn da diese Stange für die Stabilität der Leiter mitverantwortlich ist muß sie wieder eingezogen werden. Der Einfachheit halber sollte man die Gummistopfen am unteren Ende der Leiter abziehen bevor man zu sägen beginnt, denn die werden später wieder aufgeschoben.

Danach geht es ans Sägen und daran die Löcher für die Querstange an der hinteren Seite der Leiter zu bohren. Da die alte Stange nicht mehr verwertbar ist muß eine neue her. Es bietet sich eine Gewindestange an. Ich habe mich für 8mm Stange entschieden, wobei das schon eher die untere Grenze ist, dicker wäre evtl. besser. Die Beine der Leiter sind hohl, daher sind unter jeder Schraube Unterlegscheiben notwendig. Da die Stange die Beine etwas auseinanderdrückt und diese Spannung zur Stabilisierung der Leiter beiträgt benötigt es auch noch Kontermuttern an der Innenseite der Leiterbeine.  Nachdem man am Ende noch die Gewindestange abgesägt hat und die letzte Mutter aufgebracht hat muß man nur noch die Sägeflächen am unteren Ende der Leiter mit der Feile entgraten und die Gummistopfen wieder aufschieben. an der Außenseite der Gewindestange ist es sinnvoll Hutmuttern zu verwenden, um keine scharfen Kanten zu haben.

Alles in allem ist das Kürzen der Leiter eine einfache und unomplizierte Geschichte, die den Komfort erheblich verbessern kann.